Stephan von Algamar hat mit der Jod-Expertin Kyra Kauffmann über Jodmangel gesprochen und wie Meeresalgen helfen können. Sie ist die Autorin von „Jod – Schlüssel zur Gesundheit“ und „Das Jod-Kochbuch“. Im Interview könnt gute Tipps gegen Jodmangel lesen.

 

Dein Buch „Jod, Schlüssel zur Gesundheit“ ist eine große Erfolgsgeschichte. Erzähle uns ein wenig von dieser Geschichte.

Das Buch ist das Ergebnis jahrelanger Recherche zum Thema Jodmangel und seinen Folgen. Mein Mann, Sascha Kauffmann, und ich haben uns sehr intensiv mit Jod auseinandergesetzt und durch eigene Recherchen und den Austausch mit bekannten Jodforschern und -praktikern viel lernen dürfen, was wir in diesem Buch – das nun im Dezember 2018 – in einer 4. Neuauflage erscheinen wird, zusammengefasst. Wir denken, das Wissen um Jod als Heilmittel muss möglichst allen Menschen zuteil werden.

Welche Auswirkungen kann ein Jodmangel auf unsere Gesundheit haben?

Es besteht gemeinhin der Irrglaube, dass Jodmangel sich nur auf die Schilddrüse auswirkt. Weit gefehlt. Wir wissen, dass quasi jedes Organ Jod benötigt. Vor allem aber, die Brust, die Prostata, die Eierstöcke, der Magen-Darm-Trakt, das Gehirn und die Speicheldrüsen. Jodmangel kann zu Funktionsstörungen bei fast jedem Organ führen.

Wie weit verbreitet ist heutzutage der Jodmangel in den deutschsprachigen Ländern?

Jodmangel ist ähnlich weit verbreitet wie Vitamin D-Mangel es vor einigen Jahren war. Das liegt daran, dass kaum ein Therapeut (Arzt oder Heilpraktiker) Jodmangel im Urin tatsächlich misst. Es ist ein vergessenes Spurenelement. Wir messen in unserer Praxis täglich die Jodspiegel unserer Patienten und nach unseren eigenen Untersuchungen, die sich mit den Untersuchungen eines großen deutschen Labors decken, haben ca. 90% aller Deutschen eine Jodmangel.

Ist es möglich die Jodzufuhr über die Ernährung zu gewährleisten und was muss man dabei beachten und wissen?

Grundsätzlich ist es möglich, den Jodbedarf über die Ernährung abzudecken. Allerdings muss man wissen, dass Obst, Gemüse und Getreide alleine nicht ausreicht. Auch Fleisch bietet kaum Jod. Nur Meeresfrüchte, Seefische und Meeresalgen sind gute Jodlieferanten.

Welche Rolle spielen die Meeresalgen dabei?

Meeresalgen sind – sofern sie aus ökologischer Quelle stammen und nicht toxisch belastet sind – die besten Jodlieferanten. Sie liefern nicht nur Jod – sondern auch die Cofaktoren, die Jod benötigt, um von der Zelle überhaupt verstoffwechselt zu werden. Daher bevorzuge ich in der Therapie Meeresalgen statt reine Jodtabletten aus der Apotheke.

Welche Meeresalgen sind für eine jodreiche Ernährung besonders unterstützend?

Alle Meeresalgen sind mehr oder minder jodhaltig. Der genaue Jodgehalt schwankt, da Algen Naturprodukte sind. Wir setzen in unserer Küche alle möglichen Formen von Meeresalgen ein. Meine Söhne lieben im Übrigen Meeresspaghetti.

Wir lieben Meeresalgen! Du auch? Wenn ja, weshalb?

Sehr! Meeresalgen sind sehr vielfältig. Man kann sie als Würzmittel nehmen oder als Beilage oder ein Hauptgericht damit kochen. Einige Anregungen haben wir in unserem Jod-Kochbuch gegeben.

Ihre beiden aktuellen Bücher findet ihr auch bei uns im Shop:

Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast!
Stephan