Nährstoffreiche Meeresalgen helfen beim Detox des Körpers wie kein anderes Lebensmittel. Wer sich näher damit beschäftigt, hat einen einzigartigen Schutz vor der zunehmenden Umweltbelastung zur Verfügung. Die Zubereitung von Meeresalgen ist einfach, denn man kann sie als Beilagen und Zutaten in die täglichen Mahlzeiten einbauen. Dadurch fördert man eine anhaltende Körperreinigung, die wirksamer reinigt als gelegentliche Detox-Kuren.


von Steven Acuff (aus dem Englischen übersetzt)

Detox mit braunen Meeresalgen, schnell erklärt:

Alle Meeresalgen schützen vor Umweltgiften, aber vor allem die braunen Algen wie Meeresspaghetti, Wakame und Kombu sind dabei besonders wirksam. Diese enthalten das Natriumalginat, das sich mit Schwermetallen und sogar radioaktiven Stoffen bindet und sie ausleitet. Auch das Algenprodukt Agar Agar enthält das unverdauliche Natriumalginat, das die vorhandenen Gifte im Darm ansammelt, während es sich unterwegs zur Ausscheidung bewegt. Der Detox-Mechanismus der Leber braucht Mineralstoffe wie Zink und Magnesium, damit die Leber die nötigen Enzyme zur Giftentsorgung erzeugen kann. Leider ist ein Mineralstoffmangel weit verbreitet, was die Bildung von Detox-Enzymen beschränkt. Der Ackerboden von heute ist in vielen Gegenden ausgelaugt und enthält nur noch einen Bruchteil der Mineralstoffe von früher. Die Lebensmittel dieses Anbaus sind deswegen entsprechend mineralstoffarm. Meeresalgen sind die ideale Nahrungsergänzung, denn sie enthalten eine viel höhere Konzentration an Mineralstoffen und Spurenelementen als Landgewächse.

Wie bereiten Sie die Algen für die richtige Detox-Kur zu?

Kleine Mengen reichen aus. Im getrockneten Zustand braucht man nur einige Zentimeter Wakame oder Meeresspaghetti pro Tag, da sich die Alge beim Einweichen kräftig ausweitet. Wakame oder Kombu kann man einfach mit Linsen oder anderen Hülsenfrüchten auf Vorrat kochen. Man rechnet dabei aus, wie viele Algen man für einen Bohnentopf braucht, der für mehrere Tage reicht. Ein weiterer Vorteil von besonders Kombu ist nämlich, dass die mitgekochte Alge die Hülsenfrüchte bekömmlicher macht. Wakame hilft allerdings auch. Manche vertragen Hülsenfrüchte schlecht und bekommen davon Blähungen. Die Kochzeit von der dünnen Wakame-Alge ist kurz und passt gut zu Suppen. Auch hier reichen einige Zentimeter für eine Portion. Die mineralstoffreiche Alge Meeresspaghetti lässt sich besonders schnell zubereiten, da man sie nach dem Einweichen sogar in Salaten oder zu Reisgerichten roh essen kann, was zudem das reichhaltige Vitamin C nicht zerstört. Der regelmäßige (nicht unbedingt tägliche) Verzehr von Algen, für die allgemeine Reinhaltung des Körpers, ist zu empfehlen.

Am besten europäische Algen für Ihre Detox-Kur

Japan ist das Hauptexportland für Meeresalgen und manche Verbraucher sind wegen einer möglichen radioaktiven Verseuchung nach dem Fukushima-Unfall beunruhigt. Das hält vom Algenverzehr ab. Es gibt jedoch Meeresalgen, die an der Altantik-Küste von beispielsweise Nordspanien wachsen, wo das Gewässer wegen seiner Sauberkeit bekannt ist. Der Transportweg zu den Bioläden in Europa ist ja auch viel kürzer, was weniger Treibstoffverbrauch und Umweltverschmutzung zur Folge hat.

Natürliches Jod der Algen unterstützt den Detox-Prozess

Wer eine Störung der Schilddrüse hat, wie z.B. Überfunktion oder Hashimoto, soll vorsichtig mit Meereslagen umgehen, und vor allem mit der jodreichen Kombu-Alge. Denn der hohe Jodgehalt von Kombu könnte bei einer Schilddrüsenstörung eine unangenehme oder sogar eine heftige Reaktion auslösen. Die braunen Algen Meeresspaghetti und Wakame haben einen mäßigen Jodgehalt und passen da besser. Jedenfalls haben die meisten Menschen einen Vorteil von den jodhaltigen Meeresalgen, denn ein Jodmangel ist weitverbreitet. Die Schilddrüse ist der Schrittmacher des Körpers und spielt bei dessen Gesundhaltung eine wichtige Rolle . Mit genug Jod unterstützt die Schilddrüse auch die optimale körpereigene Detox.

Vorschlag für eine Detox-Kur:

3 Wochen lang, täglich ein 10x2cm langes Stück Wakame oder Meeresspaghetti gekocht oder roh zu sich nehmen. Darüber hinaus ist der regelmäßige (nicht unbedingt tägliche) Verzehr von braunen Meeresalgen für die allgemeine Reinhaltung des Körpers zu empfehlen, wobei 5g getrocknete Algen eine Portion entspricht.

 

Steven Acuff: Detox- und Ernährungsberater aus Neuseeland

Steven Acuff, http://stevenacuff.com/ geb.1945, USA, lehrt Naturkost und eine entsprechende Lebensweise im erweiterten makrobiotischen Sinn, mehrere Jahre Ernährungsberater in der Habichtswaldklinik in Kassel (innere Med., Psychosom., Onkolog.) – 9 Aufl. Das Makrobiotische Gesundheitsbuch, neues Buch: Eating the Wu Wei – for a longer, healthier life – dt. Übersetzung in Arbeit – in 27 Ländern Vorträge gehalten, seit 1985 in Berlin tätig.

Generelle Infos zu Detox bzw. Entschlackung gibt es bei wikipedia.